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Energiepolitik im Wandel

Die Energielandschaft der Schweiz, aber auch Europas und der ganzen Welt, ist in Bewegung. Mit ihrer Strategie «BKW 2030» richtet sich die BKW-Gruppe1 mit voller Kraft auf dieses veränderte Umfeld aus.

Sehr geehrte Aktionärinnen und Aktionäre

Das nationale und internationale energiepolitische Umfeld ist im Umbruch. Die weltweit schleppende konjunkturelle Erholung und die dank modernen Technologien in Nordamerika zugänglichen Erdgas- und Erdöllager beeinflussen und verwandeln den Strommarkt auch in Europa. Die tiefen Strompreise, das regulatorische Umfeld, die Chancen und Herausforderungen der geplanten Energiewende und der zunehmende politische Druck auf das Kernkraftwerk Mühleberg prägen das Umfeld der BKW.

Die BKW-Netze werden mit neuer Technologie ausgerüstet – sie werden «smart»!

Die Förderung der neuen erneuerbaren Energien bietet einerseits interessante Investitionsmöglichkeiten für unser Unternehmen, übt andererseits aber auch zunehmenden Druck auf die nicht geförderten Energiequellen aus, wie zum Beispiel die klassische Wasserkraft.

Die BKW setzt – nebst der Wasserkraft und der Windenergie – auf die Vermarktung von Energiedienstleistungen.

Auf diese Situation – die zudem nicht stabil ist und viele Unsicherheiten enthält – reagiert die BKW mit ihrer neuen Strategie «BKW 2030». Diese geht vom Ausstieg aus der Kernkraft aus und setzt im Bereich Erzeugung vor allem auf die erneuerbaren Energien Wasserkraft und Wind. Daneben fokussiert die Strategie auf die Systemintegration der dezentralen Stromproduktion und auf die Entwicklung neuer Geschäftsmodelle. Zudem soll der Dienstleistungsbereich mit Energieeffizienzangeboten ausgebaut werden.

Um die neuen erneuerbaren Energien in das Energieversorgungssystem zu integrieren und Energieeffizienz- und Energieeinsparungspotenziale zu nutzen, sind intelligente Netze eine wichtige Voraussetzung. Dank neuer Technologien sollen die Netze optimiert und nicht flächendeckend ausgebaut werden. So kann die dezentrale Einspeisung, zum Beispiel von Fotovoltaikanlagen, auf den unteren Netzebenen kosteneffizient erreicht werden.

Nutzung unserer vertikalen Integration

In dieser anspruchsvollen Situation richtet sich die BKW konsequent auf neue Entwicklungen und Chancen aus. Dazu gehört die innovative Nutzung unserer vertikalen Integration (Produktion, Netze, Handel, Vertrieb) bei der Entwicklung und der Vermarktung neuartiger Energiedienstleistungen. So unterstützt die BKW Industrie- und Dienstleistungsunternehmen, Energieversorgungsunternehmen, Behörden und Gemeinden sowie Private dabei, in den unübersichtlicher werdenden Optionen von Energieeffizienzmassnahmen den wirkungsvollsten Weg zu wählen. Mit ihrer Systemkompetenz und ihrem langjährigen Know-how begleitet die BKW ihre Kundinnen und Kunden von der Erstberatung über die Projektierung und die Projektumset-zung bis hin zum langfristigen Betrieb und Unterhalt.

Kostensenkungsprogramme zeigen Wirkung

Während die BKW neue Märkte erschliesst, konzentriert sie sich in ihren angestammten Handlungsfeldern auf grösstmögliche Kosteneffizienz. Ihre Kostensenkungsprogramme haben 2012 bereits Wirkung erzielt und werden auch im Jahr 2013 weitergeführt. Auch dank dieser Programme kann sie für 2012 ein starkes operatives Ergebnis präsentieren. Trotz der aufgrund der eingangs erwähnten Marktveränderung notwendigen Wertberichtigungen auf eine Reihe unserer Produktionsanlagen kann die BKW einen soliden Reingewinn präsentieren.

Die BKW richtet sich konsequent auf neue Entwicklungen und Chancen aus.

Neuen Weg konsequent verfolgen

Die BKW wird im Jahr 2013 auf dem eingeschlagenen Weg weiterfahren: mit Effizienzverbesserungen und Kostensenkungen einerseits und konsequenter Nutzung der neuen Chancen am Markt andererseits. So wird sie neben ihrem wichtigen Produktions- und Netzgeschäft ein starkes drittes Standbein aufbauen: Energiedienstleistungen zum Nutzen ihrer Kundinnen und Kunden und damit ihrer Aktionärinnen und Aktionäre sowie ihrer Mitarbeitenden.

Alles ist in Bewegung. Unverändert bleibt jedoch der Hauptauftrag der BKW, den sie auch weiterhin mit vollem Engagement wahrnimmt: die sichere, wirtschaftliche und umweltverträgliche Stromversorgung ihrer Kundinnen und Kunden.

Die BKW will die Chancen am Markt nutzen.

Wahlen in den Verwaltungsrat

Der an der Generalversammlung 2012 für die nächste Amtsperiode bis 2015 bestätigte Verwaltungsrat blickt auf ein anforderungsreiches und spannendes Jahr zurück, in dem er wesentliche Umstellungen erarbeitet und in der Umsetzung begleitet hat. Dabei waren die neu gewählten Mitglieder Kurt Rohrbach und Kurt Schär eine wertvolle Verstärkung.

Dank an Mitarbeitende, Kunden und Aktionäre

Die BKW blickt insgesamt auf ein intensives und ereignisreiches Jahr zurück. Was sie 2012 erreicht hat, ist dank dem Vertrauen ihrer Kundinnen und Kunden, der Treue ihrer Aktionärinnen und Aktionäre und dem grossen persönlichen Einsatz ihrer Mitarbeitenden möglich.

Ihnen allen gebührt unser besonderer Dank.
Mit freundlichen Grüssen

Urs Gasche, Verwaltungsratspräsident


Suzanne Thoma, CEO

 

I1 Die BKW-Gruppe besteht aus der BKW AG und ihren Konzerngesellschaften. Für eine bessere Lesbarkeit wird sie im Folgenden nur noch BKW genannt. Wo spezifisch die BKW AG oder die BKW FMB Energie AG gemeint ist, wird dies ausdrücklich erwähnt.